🔏 E-Signatur-Anbindung

Wer das Dokument signiert und wer es prüft, sind im selben System

Das Modul richtet vier Signaturwege gemeinsam ein: qualifizierte elektronische Signatur mit Chipkarte oder USB-Token, mobile Signatur über eine Mobilfunkleitung, eine auf dem Bildschirm gezeichnete Unterschrift und ein aus einer Datei hochgeladenes Unterschriftsbild. Jedes signierte Dokument wird in das Register geschrieben und lässt sich mit einem Prüfcode wieder abfragen.

  • Der Signaturschlüssel gelangt nie in den BrowserDie qualifizierte Signatur wird über den lokalen Signaturdienst auf dem eigenen Rechner der nutzenden Person erzeugt. Karten-PIN und privater Schlüssel verlassen das Gerät nie; nur das signierte Ergebnis geht an die Serverseite.
  • Der Signatureintrag ist an das Dokument gebundenJedes Signaturereignis wird mit signierender Person, Dokumenttitel, Dokumentart, Signaturart, Signaturzeitpunkt, der SHA-256-Prüfsumme der Datei und einem sechzehnstelligen Prüfcode in das Register geschrieben.

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Unterstützte Signaturarten

Die folgenden vier sind im Modul als eigene Reiter eingerichtet. Eine Signaturart, die nicht auf dieser Liste steht, gibt es in diesem Modul nicht.

Qualifizierte elektronische Signatur

Signieren mit Chipkarte oder USB-Token. Der lokale Signaturdienst findet das Gerät, liest das Zertifikat, prüft die PIN und erzeugt das signierte Ergebnis; der Prüfsummenalgorithmus ist SHA-256.

Mobile Signatur

Signieren über die an eine Mobilfunkleitung gebundene Infrastruktur der mobilen Signatur. Die Freischaltung der Nummer wird abgefragt, eine Signaturanfrage landet auf dem Telefon, und der Vorgang wird abgefragt, während auf die Freigabe gewartet wird.

Gezeichnete handschriftliche Unterschrift

Eine mit Maus, Stift oder Touchscreen auf eine Zeichenfläche gezeichnete Unterschrift. Die Stiftfarbe lässt sich wählen und die Zeichnung löschen und neu anlegen; das Ergebnis wird als PNG in Form der Standardunterschrift der nutzenden Person gespeichert.

Hochgeladene handschriftliche Unterschrift

Hochladen eines vorhandenen Unterschriftsbildes aus einer Datei. Angenommen werden PNG und JPEG bis höchstens 5 MB; das Bild wird auf dem Server auf eine Begrenzung von 600×200 verkleinert und in PNG umgewandelt.

Signaturformate

Das Format richtet sich nach der Art der zu signierenden Datei; das Modul wählt anhand der Dateiendung das passende aus.

Format Für welches Dokument Wie es gewählt wird
PAdES-BESPDF-DokumenteWird bei der Endung .pdf automatisch gewählt; exportierte Berichte werden in diesem Format signiert.
XAdES-BESXML-DokumenteWird bei der Endung .xml automatisch gewählt.
CAdES-BESAndere DateitypenDas Standardformat für jede Datei außer PDF und XML.

In allen drei Formaten ist der Prüfsummenalgorithmus SHA-256. Das signierte Ergebnis wird als eigenes Dokument neben der signierten Datei heruntergeladen; die Ausgangsdatei wird nicht verändert.

Ablauf der qualifizierten E-Signatur

Jeder der sechs Schritte erscheint als eigener Zustand auf dem Bildschirm; die nutzende Person liest, auf welchen Schritt gewartet wird und wo es hakt.

  1. DienstprüfungZuerst werden die Netzwerkverbindung und dann der auf dem Rechner laufende lokale Signaturdienst geprüft. Ist der Dienst geschlossen, zeigt der Bildschirm sowohl den Startlink als auch die Schaltfläche für einen erneuten Versuch.
  2. GerätesucheAngeschlossene Chipkartenleser und USB-Token werden aufgelistet. Ist kein Gerät vorhanden, erscheint die Aufforderung, die Karte einzustecken; sind mehrere Geräte vorhanden, können Sie zwischen ihnen wechseln.
  3. Zertifikat lesenDas Zertifikat des gewählten Geräts wird gelesen; Zertifikatsinhaber, Kennnummer, ausstellende Stelle, Gültigkeitszeitraum und Gerätemodell erscheinen auf dem Bildschirm.
  4. PIN-PrüfungDie PIN besteht nur aus Ziffern, ist höchstens acht Zeichen lang und kann nicht in das Feld eingefügt werden. Bei aktiver Feststelltaste erscheint eine Warnung; der eingegebene Wert lässt sich auf Wunsch sichtbar machen.
  5. SignierenDer Fortschrittsbalken zeigt drei Stufen: PIN prüfen, signieren, abgeschlossen. Die Signaturanfrage wird höchstens dreißig Sekunden gehalten und kommt als Fehler zurück, wenn kein Ergebnis eintrifft.
  6. Ergebnis und EintragDas signierte Ergebnis wird erzeugt und das Signaturereignis in das Register geschrieben. Nach der ersten Signatur wird angeboten, die PIN gebunden an dieses Gerät zu speichern; das Angebot lässt sich ablehnen.

Ablauf der mobilen Signatur

Die mobile Signatur arbeitet asynchron: Die Anfrage geht hinaus, die Freigabe erfolgt am Telefon, und das System wartet das Ergebnis durch wiederholtes Abfragen ab.

  1. Abfrage der FreischaltungEs wird abgefragt, ob die eingegebene Nummer für die mobile Signatur freigeschaltet ist. Ist sie es nicht, endet der Ablauf, bevor er beginnt, und der Grund steht auf dem Bildschirm.
  2. SignaturanfrageDie Anfrage wird zusammen mit dem Beschreibungstext gesendet, der auf dem Telefon erscheint; die nutzende Person liest auf ihrem eigenen Bildschirm, welches Dokument sie freigibt.
  3. VorgangskennungWird die Anfrage asynchron angenommen, kommt eine Vorgangskennung zurück, und der Bildschirm wechselt in den Zustand „Warten auf Freigabe am Telefon“.
  4. StatusabfrageDas Ergebnis wird alle drei Sekunden abgefragt und höchstens neunzig Sekunden abgewartet. Läuft die Zeit ab, endet der Vorgang mit einer Zeitüberschreitung und muss neu gestartet werden.
  5. ErgebnisDrei Ergebnisse werden getrennt behandelt: signiert, von der nutzenden Person abgebrochen, Zeitüberschreitung. Wird ein PDF signiert, wird die Signatur in das Dokument eingebettet und eine signierte Kopie erzeugt.

Situationen aus der Praxis

Das Modul geht davon aus, dass Signieren selten im ersten Anlauf gelingt; acht Situationen werden einzeln behandelt.

PIN speichern

Mit Einwilligung der nutzenden Person wird die PIN gebunden an die Seriennummer des Geräts gespeichert. Bei der nächsten Signatur ist das Feld nicht mehr leer; die gespeicherte PIN lässt sich in einem Schritt löschen.

Falsche PIN

Bei falscher PIN wird die Warnung zusammen mit der Zahl der verbleibenden Versuche angezeigt; beim letzten Versuch wird die Warnung zusätzlich hervorgehoben.

Gesperrte Karte

Ist die PIN gesperrt, wechselt der Bildschirm in einen Warnzustand, die Schaltfläche für einen erneuten Versuch wird deaktiviert, und es wird erklärt, wie die Karte entsperrt wird.

Warnung zur Feststelltaste

Solange die Feststelltaste aktiv ist, erscheinen neben dem PIN-Feld ein Warnsymbol und eine kurze Erklärung; eine falsch getippte PIN wird verhindert, bevor sie einen Versuch verbraucht.

Karte entfernt

Angeschlossene Geräte werden alle fünf Sekunden abgefragt. Wird die Karte während des Vorgangs entfernt, kehrt der Bildschirm zur Gerätesuche zurück und meldet den Verbindungsverlust.

Sperre für den zweiten Tab

Beginnt ein zweiter Tab desselben Browsers mit dem Signieren, wird der andere Tab gesperrt; so bedient ein einzelnes Gerät nicht zwei Anfragen zugleich.

Zertifikat läuft ab

Weniger als dreißig Tage vor Ablauf des Zertifikats wird eine Warnung ausgelöst, weniger als sieben Tage davor oder nach Ablauf eine kritische Warnung; mit abgelaufenem Zertifikat öffnet das Signieren nicht.

Vorübergehender Gerätefehler

Bei vorübergehenden Fehlern wie einer abgebrochenen Kartensitzung wird der Vorgang zweimal wiederholt, ohne der nutzenden Person einen Fehler zu zeigen. Bleibt der Fehler bestehen, wird er samt Fehlercode festgehalten.

Signaturregister und Prüfung

Wer was wann signiert hat, lässt sich auch nach dem Herunterladen des signierten Dokuments noch abfragen.

  • RegistereintragJedes Signaturereignis wird mit signierender Person, Organisation, Dokumentart, Dokumenttitel, Signaturart, Signaturzeitpunkt, IP-Adresse und Browserangaben festgehalten.
  • DateiprüfsummeDie SHA-256-Prüfsumme des Dokuments wird festgehalten; wird mit derselben Prüfsumme abgefragt, findet sich der Signatureintrag, zu dem das Dokument gehört.
  • PrüfcodeFür jeden Eintrag wird ein sechzehnstelliger Prüfcode in vier Blöcken erzeugt; leicht verwechselbare Buchstaben und Ziffern kommen darin nicht vor.
  • Prüfung per QR-CodeAuf das exportierte Dokument wird ein QR-Code mit der Prüfadresse gedruckt; beim Scannen des Codes wird die Gültigkeit des Eintrags abgefragt.
  • RegisterlisteSignatureinträge lassen sich nach Dokumentart, Signaturart und nutzender Person filtern; gesucht wird über Dokumenttitel und Prüfcode.

Anmeldung mit E-Signatur

Dieselbe Infrastruktur wird sowohl für die Anmeldung als auch für das Signieren von Dokumenten eingerichtet.

Anmeldung mit Zertifikat

Die aus dem Signaturzertifikat entnommene Kennnummer oder E-Mail-Adresse wird mit dem Benutzerdatensatz abgeglichen; gibt es keine Übereinstimmung, wird keine Sitzung eröffnet.

Anmeldung mit mobiler Signatur

Die Anmeldeanfrage landet auf dem Telefon, und die Sitzung öffnet sich mit der Freigabe; wird die Anfrage nicht signiert oder abgebrochen, wird die Anmeldung abgelehnt.

Sitzungscookie

Am Ende der Prüfung wird das Sitzungstoken in einem Cookie ausgestellt, das nur der Server lesen kann, und ist zeitlich begrenzt gültig.

Häufig gefragt

Die fünf am häufigsten gestellten Fragen zu Signaturarten, Einrichtung und Prüfung.

Welche Signaturarten werden unterstützt?
Vier: qualifizierte elektronische Signatur mit Chipkarte oder USB-Token, mobile Signatur über eine Mobilfunkleitung, ein auf dem Bildschirm gezeichnetes Unterschriftsbild und ein aus einer Datei hochgeladenes Unterschriftsbild. Eine andere Signaturart gibt es im Modul nicht.
Muss für eine qualifizierte Signatur etwas auf dem Rechner installiert sein?
Ja. Der lokale Signaturdienst, der mit dem Kartenleser spricht, muss auf dem Rechner der nutzenden Person laufen. Das Modul prüft den Dienst beim Start; ist er geschlossen, erscheinen ein Startlink und eine Schaltfläche für einen erneuten Versuch.
Ersetzt ein Unterschriftsbild eine qualifizierte Signatur?
Nein. Ein gezeichnetes oder hochgeladenes Bild ist ein sichtbarer Unterschriftsstempel auf dem Dokument. Eine kryptografische Signatur entsteht nur über die Wege der qualifizierten elektronischen Signatur und der mobilen Signatur; die Signaturart wird im Register gesondert geführt, damit beide nie vermischt werden.
Wie wird die Echtheit eines signierten Dokuments abgefragt?
Es gibt zwei Wege: den Prüfcode auf dem Dokument oder die SHA-256-Prüfsumme der Datei. Beide werden im Register gesucht; wird ein Eintrag gefunden, kommen Dokumenttitel, Dokumentart, Signaturart, Signaturzeitpunkt und signierende Person zurück.
Was geschieht, wenn die mobile Signatur nicht freigegeben wird?
Der Vorgang endet in einem von drei Zuständen: von der nutzenden Person abgebrochen, Zeitüberschreitung oder ein von der Infrastruktur zurückgegebener Fehler. Trifft binnen neunzig Sekunden keine Freigabe ein, läuft die Anfrage ab und muss neu gestartet werden.
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