Ergonomie und Muskel-Skelett-Belastung

Beurteilung von Körperhaltung und repetitiver Arbeit

Geplant ist ein Modul, das vier Größen gemeinsam erfasst, statt eine Tätigkeit auf eine einzige Zahl zu verkürzen: wie weit das Gelenk von der Neutralstellung abweicht, wie viel Kraft nötig ist, wie oft sich das wiederholt und wie lange es dauert.

Diese Seite ist für Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Ergonomieverantwortliche und Linienvorgesetzte geschrieben, die repetitive Arbeiten und ungünstige Körperhaltungen aus der Beobachtung heraus erfasst haben wollen.

Geplanter Umfang des Moduls

  • Identität von Tätigkeit und ZyklusName der Tätigkeit, ihre Abteilung, die Länge eines Zyklus, wie viele Zyklen je Schicht laufen, das Pausenmuster und die verwendeten Arbeitsmittel stehen am Kopf des Datensatzes.
  • Die vier Größen getrennt erfasstKörperhaltung, Kraft, Wiederholung und Dauer sind getrennte Felder, geführt je Körperregion: Nacken, Schulter und Arm, Rücken, Hand und Handgelenk, Hüfte und Bein. Keine dieser Größen erklärt die Tätigkeit für sich; der Datensatz trägt alle vier gemeinsam.
  • BeobachtungsdatensatzDie Beurteilung findet im Betrieb statt. Ein Foto oder Video der Tätigkeit samt Kamerawinkel und der Angabe, welcher Zyklus aufgenommen wurde, wird an den Tätigkeitsdatensatz angehängt; die Winkelmessungen werden aus diesem Datensatz genommen.
  • Die Einschätzung der Beschäftigten selbstWas die beobachtende Person sieht und was die arbeitende Person spürt, sind zwei getrennte Größen. Die eigene Anstrengungseinschätzung der beschäftigten Person und die Region, in der sie sie spürt, stehen in einem eigenen Feld neben dem Beobachtungsdatensatz.
  • Vorher und nachherWird eine Korrektur vorgenommen, wird die Tätigkeit erneut vermessen, und beide Messungen stehen unter demselben Datensatz nebeneinander. Die Richtung der Änderung wird aus dem Datensatz selbst gelesen, ohne einen gesonderten Bericht zu schreiben.

Warum die vier Größen zusammengehören

Dieser Abschnitt beschreibt die Frage, die das Modul festhält.

Eine kurz eingenommene ungünstige Körperhaltung ist das eine; dieselbe Haltung über eine ganze Schicht ist etwas anderes. Eine geringe Kraft, einmal pro Minute aufgebracht, ist das eine; dieselbe Kraft dreißigmal pro Minute ist etwas anderes.

Die Messung nimmt die vier Größen deshalb gemeinsam: Abweichung des Gelenks von der Neutralstellung, aufgebrachte Kraft, Häufigkeit der Wiederholung und Dauer der Belastung. So wenig wie das Gewicht allein das ergonomische Risiko erklärt, so wenig tut es die Haltung allein.

Auch die in der Praxis verwendeten Verfahren gewichten diese vier unterschiedlich: Bewertungen der Ganzkörperhaltung, auf die obere Extremität ausgerichtete Bewertungen, eigene Bögen für repetitive Tätigkeiten und Formulare, die von beobachtender und arbeitender Person gemeinsam ausgefüllt werden. Der geplante Umfang des Moduls ist nicht, das Verfahren zu wählen, sondern die Messung selbst festzuhalten.

Was dieses Modul nicht abdeckt

Dies ist keine diagnostische Seite. Der Datensatz hält die Messung der Arbeit und die eigene Angabe der beschäftigten Person; klinische Beurteilung und arbeitsmedizinische Vorsorge sind ein eigenes Feld.

Die Messung einer Hebetätigkeit gehört zur Bewertung der manuellen Handhabung, und Schieben und Ziehen ist als eigenes Modul geplant; diese Seite bleibt auf der Achse Körperhaltung, Kraft, Wiederholung und Dauer.

Was diese Seite sagt und was nicht

Heute offen ist der Rahmen der Methode: Leitfaden- und Antwortseiten sind ohne Konto lesbar.

Ergonomie und Muskel-Skelett-Belastung

Welche Tätigkeiten sollen vermessen werden

Beschreiben Sie die repetitiven Arbeiten und ungünstigen Körperhaltungen an Ihrer Linie; diese Rückmeldung fließt in die Reihenfolge der Roadmap ein.

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